
Cooling Waters — A Video Walk
Mit Cooling Waters — A Video Walk präsentiert das Areal Böhler zwischen dem 3. und 5. Juli 2026 erstmalig in Zusammenarbeit mit der Tara Ocean Foundation eine Ausstellung über das Meer, die Forschung und das Fernweh. Der über das Gelände verteilte Video Walk versammelt filmische und performative Arbeiten, die aus Künstlerresidenzen an Bord der Forschungsschiffe der Tara Ocean Foundation hervorgegangen sind.
Wasser entzieht sich seit Menschengedenken unseren Versuchen, es vollständig zu verstehen. Die Meere wurden durch Mythen und Geschichten beschrieben, kartografiert, vermessen und erforscht und bleiben dennoch voller Geheimnisse. Die Ausstellung versammelt einige dieser Annäherungen als künstlerische Arbeiten, die sich mit den Ozeanen als Forschungs-, Lebens- und Kulturraum auseinandersetzen. Zwischen wissenschaftlicher Expedition und träumerischem Bildraum entsteht ein Parcours, der Besucher:innen über das Areal Böhler führt und unterschiedliche Orte des ehemaligen Industriegeländes in die Ausstellung einbezieht.
Seit mehr als zwanzig Jahren erforscht die Stiftung die Ozeane der Welt und lädt Künstler:innen dazu ein, Expeditionen auf ihren Forschungsschiffen zu begleiten. Die dabei entstandenen Arbeiten verknüpfen die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit künstlerischer Umsetzung und verändern die Sicht auf die ökologischen, politischen und kulturellen Dimensionen der Meere.
Positionen
Die Ausstellung zeigt Werke von Maéva Bardy, die eine Tara-Polarexpedition filmisch begleitet und auf einer großen Videowand am Geländeeingang gezeigt wird; Malik Nejmi mit Une Odyssée, einem auf der Kranbahn präsentierten Videotriptychon; Yoann Lelong mit einer filmischen Recherche zu einer Forschungsexpedition im Mittelmeer, präsentiert an der Außenwand der Schmiedehalle; Katia Kameli mit Puits aux chaînes im kühlen Innenbereich; Giulia Grossmann mit Beiträgen aus Mission Microbiome an der Vitrine am Wasserturm; sowie Ellie Ga mit der Performance The Fortunetellers. Mit A Journey that wasn‘t ist auch Weltstar Pierre Huyghe durch einen Beitrag repräsentiert, gezeigt wird sein Film, der eine Expedition in die Antarktis mit ihrer späteren Inszenierung im New Yorker Central Park verbindet. Die Aufführung wurde von einem 40-köpfigen Orchester begleitet, dessen Komposition auf den topografischen Daten einer während der Expedition besuchten Insel basierte und zu einem beeindruckenden filmischen Werk kombiniert wurde.
Kuratiert von Valentine Boccas und Miriam Hausner. Kuratorische Assistenz ist Emma Rüther.






